Hundeallergie – wie kommt es dazu?

Sascha DroseWer sich einen Hund wünscht, wird von der Diagnose einer Hundeallergie natürlich enttäuscht sein. Wirklich schlimm ist diese Überreaktion des Immunsystems jedoch für alle, die ihr Leben bereits mit einem vierbeinigen Familienmitglied teilen. Genau hierbei möchte ich Ihnen mit gründlicher Recherche und zahlreichen Tipps behilflich sein. Auf diese Angaben können Sie sich dabei 100%ig verlassen. – Über Sascha Drose

Was verbirgt sich aber nun eigentlich hinter der Hundeallergie?

Im Grunde ist die Allergie nichts anderes, als eine entzündliche Reaktion, wie sie auch bei Krankheitserregern auftritt. Das Immunsystem bekämpft eigentliche harmlose Stoffe, als wären sie gefährliche Keime.

Verantwortlich hierfür sind genetische Veranlagungen, der Kontakt zu schädigenden Stoffen, übertriebene Sauberkeit und damit das Fehlen eines frühzeitigen Trainings des Immunsystems sowie eine angegriffene Gesundheit.

Der Hundeallergie-Ratgeber

Eine Hundeallergie ist ein komplexes Thema und kann mit einer Vielzahl verschiedener Mittel und Maßnahmen behandelt werden. Die Recherche aller möglichen Therapien ist daher mühsam und langwierig. Wer diesen Aufwand nicht selbst betreiben möchte, findet im eBook “Hundeallergie” alles Wissenswerte, hilfreiche Hinweise, die Erklärung von Zusammenhängen und Antworten auf häufige Fragen.
Die kleine Investition lohnt sich daher schnell – und das sowohl für Menschen, die sich trotz einer Hundeallergie einen Hund anschaffen möchten, als auch für alle, die sich von dem stark behaarten Familienmitglied keinesfalls trennen möchten.

Was sind typische Hundeallergie Symptome?

Weil es sich bei der Allergie gegen Hunde, wie bei jeder anderen Allergie auch, um eine Überreaktion des Immunsystems handelt, fallen die typischen Symptome anfangs meist nicht auf.

Denn sie ähneln oft der einer Erkältung. Im Klartext heißt das also:

  • Husten
  • Niesen
  • Tränende Augen
  • Eine laufende oder zugeschwollene Nase
  • Kopfschmerzen
Weiterhin können Brennen, Juckreiz und Ausschlag auftreten.
In welcher Schwere, Form und wie schnell die Hundeallergie Symptome auftreten ist von Mensch zu Mensch verschieden. Ebenso wie die Dauer.

Einige Personen reagieren innerhalb von wenigen Minuten sehr stark und benötigen lange Zeit, um sich von den Anzeichen der Hundeallergie wieder zu erholen. Selbst wenn sie sich nur kurz in der Nähe eines Hundes aufhalten. Andere müssen sich schon minutenlang von einem Hund ablecken lassen, bevor sie ein leichtes Kratzen im Hals spüren.
Aus diesem Grund kann es in einigen Fällen lange Zeit dauern, bevor die Verbindung zwischen den Symptomen der Allergie und dem Kontakt zu den Vierbeinern hergestellt wird.

Zudem rufen nicht alle Hunde die Hundeallergie Symptome in gleicher Schwere oder überhaupt hervor. Der Kontakt zum eigenen Hund kann also völlig unbedenklich sein, während der Vierbeiner des Nachbarn heftige Allergie-Anfälle auslöst.

Hundeallergie oder Hundehaarallergie?

Wenn es sich leider auch noch hartnäckig hält, eine Hundehaar- oder Tierhaarallergie gibt es nicht.
Denn nicht die Haare rufen Hundeallergie Symptome hervor, sondern bestimmte Eiweiße. Diese werden, sofern sie eine Reaktion des Immunsystems auslösen, als Allergene bezeichnet.
Die Eiweiße finden sich vor allem im Speichel, in Hautschuppen und im Talg, der von der Haut abgesondert wird. Allerdings heften sich die Eiweiße häufig an die Fellhaare und verbreiten sich von hier aus auf den Möbeln, der Kleidung und in der Umgebung. Das wiederum erklärt den Irrglauben, die Hundeallergie beruhe auf den Haaren.

Wie kann ich eine Hundeallergie feststellen?

Der wohl einfachste Weg eine Allergie gegen Hunde festzustellen, ist das Auftreten von Hundeallergie Symptomen nach einem direkten Kontakt zu den Vierbeinern. Und eine Symptomfreiheit, wenn der Kontakt gemieden wird.
Eine gewisse Sicherheit bringt ein entsprechender Allergietest beim Arzt.
Aber: Ebenso wie sich die Anzeichen der Hundeallergie von Mensch zu Mensch unterscheiden, unterscheiden sich auch die auslösenden Eiweiße von Hund zu Hund.
Selbst wenn bei einem Allergietest also eine Überempfindlichkeit gegen Hundeallergene festgestellt wird, heißt das nicht, dass eine Allergie gegen alle Hunde vorliegt. Ist das Ergebnis bei den eingesetzten Allergenen negativ, kann es umgekehrt aber dennoch zu allergischen Reaktionen gegen einige Hunde kommen.
Eine hundertprozentige Sicherheit gibt es also nicht.

Gibt es Hunde für Allergiker?

Mit zunehmendem Bekanntheitsgrad der Hundeallergie werden auch sogenannte antiallergene Hunderassen immer bekannter und beliebter. Leider handelt es sich hierbei um falsche “Werbung”. Denn wirklich antiallergene Hunde gibt es schlicht nicht. Wohl aber Rassen, die in der Regel weniger oder auch gar keine Anzeichen einer Hundeallergie auslösen. Das ist aber wiederum von Mensch zu Mensch verschieden.

Zu diesen gehören im Grunde alle Rassen, die kaum Haare verlieren.
Darunter:

  • Pudel und Pudel-Mischlinge
  • Wasserhunde
  • Chinesische Schopfhunde
  • Nackthunde
  • Havaneser
  • Shih Tzu
  • Lhasa Apso
  • Yorkshire Terrier
  • Bichon Frisé
  • Bolonka Zwetna und Bolonka Franzuska
  • Malteser
Neben dem eingeschränkten Haarverlust fast all diesen Rassen gemein: Langes Fell.
Das mag erst einmal überraschend erscheinen. Immerhin sollten kürzere Fellhaare doch auch weniger Allergene fassen können und dadurch bei einer Hundeallergie weniger reizend wirken, oder?
Genau das ist ein Irrglaube. Denn zum einen entscheidet nicht allein die Menge der Eiweiße darüber, ob sie allergische Reaktionen auslösen. Ein großer Königspudel kann daher völlig unbedenklich sein – selbst wenn er sich selbst oder den Allergiker gerade abgeleckt hat – während ein kleiner Mops heftige Anfälle auslöst. Verantwortlich hierfür ist in erster Linie die Art der Eiweiße. Und diese zeigt sich bei kurzhaarigen Rassen in vielen Fällen etwas aggressiver und damit stärker reizend für Allergiker.

Warum lösen langhaarige Rassen meist weniger Hundeallergie Symptome aus?

Einer der wichtigsten Gründe für die Allergie-relevanten Unterschiede zwischen kurzhaarigen und langhaarigen Hunderassen findet sich bereits unter dem Punkt “Gibt es Hunde für Allergiker?”. Die Allergene sind bei kurzhaarigen Rassen in vielen Fällen etwas oder auch deutlich aggressiver und können daher schwerere Hundeallergie Symptome auslösen.
Ein weiterer Grund ist die Beschaffenheit der Fellhaare. Das Fell einiger langhaariger Hunde, wie beispielsweise das eines Shih Tzus, ähnelt eher dem menschlichen Haar. Es ist verhältnismäßig glatt und weich und setzt sich daher weder an den Möbeln noch an der Kleidung sonderlich fest. Selbst beim normalen Hausputz wird es daher problemlos entfernt.
Die Fellhaare einiger kurzhaariger Hunde, wie beispielsweise die eines Rhodesian Ridgebacks, sind starrer und können sich daher besser an Textilien festsetzen.
Wie kurze Nadeln oder Hacheln stechen sich die Haare in Gewebe und bleiben hier recht fest sitzen. Es ist schwieriger, sie restlos zu entfernen. Weil sie länger an und in den Textilien verweilen, können sie auch über längere Zeit hinweg die Allergene abgeben. Zudem können sie auch nachhaltiger an der Haut und auf Schleimhäuten haften bleiben, sie werden leichter eingeatmet und haben dadurch schneller und direkter Kontakt mit dem menschlichen Körper.
Dennoch kann es vorkommen, dass ein kurzhaariger Hund einem Hundeallergiker keinerlei Probleme bereitet, während ein vermeintlich antiallergener Pudel zu Niesattacken führt. Das ist nun einmal überaus individuell und kann nicht pauschal ausgeschlossen werden.

Muss ich mich von meinem Hund trennen?

Wird eine Hundeallergie festgestellt, raten leider noch immer viele Ärzte zur Abschaffung des Vierbeiners. Und zur Vermeidung jeglichen Kontaktes zu anderen Hunden.
Nur dadurch, so zumindest die veraltete Meinung der Schulmedizin, könnten Komplikationen und Verschlimmerungen vermieden werden. Denn eine Heilung oder zumindest eine deutliche Verbesserung der Hundeallergie gibt es vermeintlich nicht.
Das sich diese falsche Meinung langsam ändert, ist hartnäckigen Hundebesitzern zu verdanken, die sich von ihren treuen Begleitern schlicht nicht trennen wollten, statt den Hund zu meiden, erst einmal zahlreiche Maßnahmen und Alternativen testeten – und damit erfolgreich waren.
Eine dieser Erfolgsgeschichten ist, samt zahlreiche Tipps, in dem Ratgeber “Hundeallergie” zu finden.
Erst wenn die Allergie eine wirkliche Gefahr für die Gesundheit darstellt und sich trotz aller Versuche nicht bessert, sollte die Abgabe des Hundes in Betracht gezogen werden. Meist muss es aber weder zum allergischen Asthma, noch zur Trennung von dem geliebten besten Freund kommen, wenn die folgenden Methoden und Mittel getestet werden.

Was kann ich bei einer Hundeallergie unternehmen?

Wer unter einer Hundeallergie leidet, ist dieser nicht hilflos ausgeliefert oder muss zeitlebens Medikamente schlucken. Tatsächlich gibt es zahlreiche und größtenteils sehr einfache Maßnahmen, die eine schnelle Besserung bringen – ohne, dass der Hund ausziehen muss.
Aber: Nicht alle Methoden und Produkte sind für alle Menschen gleich wirksam. Ausprobieren geht hier über Studieren.
Tipp: Ein Allergie-Tagebuch führen. Wann und in welchen Situationen treten mehr oder schlimmere Symptome auf? Welche Maßnahmen zeigen positive Wirkungen, welche keine?
Durch diese Dokumentation wird es möglich, die individuell beste Lösung zu finden und alles, was nicht funktioniert weglassen zu können.

Die Einrichtung

Wer diese Fehler erkennt und abschaltet, erleichtert sich die Reinigung, reduziert den Aufwand beim Allergiker-freundlichen Putzen und verringert die Menge der vorhandenen Allergene.

  • Teppichboden und Läufer sammeln zwischen ihren Fasern reichlich Staub, Milben, Haare, Hautschuppen und jede Menge anderen Schmutz. Selbst wenn sie gründlich und regelmäßig gesaugt werden. Gesünder und einfacher ist es, sich von den Schmutzfängern zu trennen und Böden zu bevorzugen, die leicht gesaugt und gewischt werden können.
  • Polstermöbel und frei hängende oder liegende Textilien sammeln Allergene ebenso wie Teppiche. Weil ein vollständiger Verzicht auf Couch und Co. wenig praktikabel ist, sollten Allergiker-freundliche Bezüge gewählt und offenliegende Kleidersammlungen vermieden werden.
  • Kleine Lücken und Nischen, in die weder der Staubsauger noch ein Wischer reicht, ziehen Flusen und Haare magisch an. Diese sollten also entweder gemieden oder so groß gestaltet werden, dass sie problemlos zu reinigen sind.

Die Reinigung

Wer unter einer Hundeallergie leidet, sich von dem behaarten Familienmitglied aber nicht trennen möchte, greift gern und häufig zu aggressiven Reinigungsmitteln. Immerhin müssen die Allergene doch vernichtet werden.

Genau dieser übermäßige Einsatz von Chemikalien kann aber den gegenteiligen Effekt haben. Denn die Schadstoffe schwächen das Immunsystem und machen es damit noch anfälliger für Allergien. Häufig werden die Hundeallergie Symptome also nicht trotz gründlicher Reinigung schlimmer, sondern gerade aufgrund der ausufernden Putzaktionen.

Das heißt nun nicht, dass Hundeallergiker nicht putzen sollten. Denn eine regelmäßige und gründliche Reinigung ist wichtig. Es kommt aber entscheidend auf die verwendeten Mittel an.

Lieber mechanisch und natürlich als chemisch

Der wichtigste Schritt, um die Menge der vorhandenen Allergene zu reduzieren, ist die Entfernung der Haare. Das funktioniert am besten mit einem leistungsstarken und speziell auf Allergiker oder Tierhaare ausgelegten Staubsauger. Dieser wirbelt Fellhaare nicht auf oder bläst sie durch den Luftfilter direkt wieder heraus, sondern saugt sie verlässlich ein und hält sie fest. Ganz ohne Chemie.

Dazu sollten freie Flächen abgewischt und auch der Boden feucht gereinigt werden. Pures Wasser, ein leichter Zusatz eines biologischen Reinigungsmittels oder ein paar Tropfen Orangenöl reichen vollkommen aus. Ein Wasserdampfreiniger empfiehlt sich zur Reinigung von hartnäckigen Verschmutzungen, Teppichen und Polstermöbeln. Das Hundebett sollte wöchentlich gewaschen werden.

Ob Kleidung, Bettwäsche, Decken oder Hundebett – einige Textilien halten Haare standhaft fest. Eine Runde im Wäschetrockner bläst die Fellhaare aus dem Gewebe. Wiederum ohne Chemie.
Bereits durch diese einfachen Maßnahmen wird der größte Teil der Allergene entfernt. Aggressive Mittel sind dafür nicht von Nöten.

Tipp: Je kleiner die Wohnung und je mehr der Hund haart, desto häufiger sollte gründlich saubergemacht werden. Das klingt erst einmal anstrengend, je öfter aber geputzt wird, umso schneller ist die Reinigungsrunde erledigt.


Den Kontakt einschränken – aber richtig!

Besteht eine Hundeallergie, können die Symptome durch einen etwas reduzierten Kontakt tatsächlich verringert werden.
Das heißt aber nun nicht, dass der Hund aus der Wohnung verbannt werden sollte oder nicht mehr gestreichelt werden darf. Tatsächlich muss er noch nicht einmal von den Polstermöbeln ferngehalten werden.
Die folgenden Tipps helfen dabei den Kontakt zu den Allergenen einzuschränken, ohne dabei den Vierbeiner zu vernachlässigen.

  • Liegt der Hund seit Jahren mit auf der Couch, muss er bei einer Allergiker nun nicht in die hinterste Zimmerecke abwandern. Stattdessen kann eine einfach zu enthaarende und schnell trocknende Decke oder ein Laken untergelegt werden. Diese Unterlage hält Tierhaare, Hautschuppen und weitere Allergene von den Polstern fern und erleichtert die Reinigung.
  • Gerade den Hund gestreichelt oder gekuschelt? Dann sollten Hände und Gesicht gründlich gewaschen werden. Auf diese Weise werden Allergene direkt wieder entfernt und allergische Reaktionen verhindert.
  • Wurde bisher im Haus mit dem Hund gespielt, sollte der gemeinsame Spaß lieber nach draußen verlegt werden. Die frische Luft tut Hund und Halter gut, zudem bleiben die allergieauslösenden Stoffe vor der Tür, anstatt auf den heimischen Böden und Möbeln zu landen.
  • Hundedecken, Spielzeuge und Kauartikel – kurz alle Dinge, die ständigen Kontakt zu Hundehaaren und Speichel haben – haben im Bett von Menschen mit Hundeallergie nichts verloren.
  • Kuscheln, Gassi, Hundeschule – wann immer der Hund intensiven Kontakt zur Kleidung hatte, sollte diese im Anschluss gewechselt werden.

Die richtige Hundepflege

Regelmäßiges, gründliches und dennoch sanftes Putzen ist gut und schön. Wird der Hund aber nicht entsprechend gepflegt, kann er auf Schritt und Tritt und bei jedem Schwanzwedeln neue Allergene verteilen.
Auch hier gibt es wieder einfache Maßnahmen, die die Menge an Haaren und reizenden Eiweißen reduzieren können.

  • Ob kurzes oder langes Fell, tägliches Bürsten entfernt lose Haare, Hautschuppen und Verschmutzungen. Das tut zum einen dem Hund gut, weil die Bürstenmassage die Durchblutung der Haut anregt und das Fellkleid sauber hält. Zum anderen profitieren davon aber auch Menschen mit Hundeallergie, weil die Menge der Allergene reduziert wird. Das Bürsten sollte nach Möglichkeit draußen oder in einem gefliesten und einfach zu reinigendem Raum erfolgen.
  • Für eine noch gründlichere Entfernung der Allergene direkt am Hund empfehlen sich regelmäßige Wannenbäder oder schnelle “Katzenwäschen”. Bei Letzterem kann das Fell mit einem feuchten Lappen abgewischt werden. Hierbei werden lose Haare, Hautschuppen, Speichelrückstände und Talg herausgespült oder abgewischt. Lauwarmes Wasser oder ein sanftes und rückfettendes Hundeshampoo reichen aus.
  • Spezielle Pflegetücher für Hunde und Zusätze, die speziell auf die Vernichtung von Hundeallergenen ausgelegt sind, können die Hundeallergie Symptome deutlich reduzieren – wenn sie möglichst oft angewendet werden.

Weitere Tipps und hilfreiche Hinweise zur Reinigung der Wohnung und Pflege des Vierbeiners finden sich in dem eBook “Hundeallergie” von Daniel Pesch.

Hundeallergie – Medikamente und Therapien

Reichen die reinigenden Maßnahmen allein nicht aus, können verschiedene Heilmittel und Therapien für Besserung sorgen. Ob diese nur vorübergehend die Symptome lindern oder die Hundeallergie Anzeichen dauerhaft verringern sollen, in der großen Vielzahl findet sich für jeden Bedarf das Passende.

Anti-Allergika

In der Apotheke finden sich zahlreiche sogenannte Anti-Histamine. Die Mittel wirken den allergischen Entzündungserscheinungen entgegen und sorgen damit recht schnell – aber nur für kurze Zeit – für Linderung. Diese kommen in Form von Nasenspray, Augentropfen, Salben und Tabletten daher und können auch ohne ärztliche Verschreibung in der Apotheke erworben werden. Der Grund der Hundeallergie wird damit zwar nicht beseitigt, sind die Symptome aufgrund eines anderweitig geschwächten Immunsystems oder des Fellwechsels vorübergehend stärker, werden sie aber effektiv gelindert.

Nasendusche und Körperpflege

Tägliche Nasenspülungen und Duschen befreien Haut und Schleimhaut von den Allergenen und sorgen so dafür, dass weniger allergische Reaktionen ausgelöst werden.

Ein häufiger Wechsel der Kleidung und der Handtücher reduziert die Menge der Allergene ebenfalls.

Hundeallergie und Desensibilisierung

Die Desensibilisierung oder Hyposensibilisierung bezeichnet nichts anderes, als die langsame Gewöhnung des Immunsystems an die reizenden Stoffe. Zu diesem Zweck werden geringe Mengen der Allergene entweder in einer Lösung unter die Haut gespritzt oder aber in Form von löslichen Blättchen oder Tropfen unter die Zunge gegeben.
Die Gewöhnung muss langsam und über einen längeren Zeitraum hinweg erfolgen und ist nicht in jedem Fall erfolgreich. Sie kann die Allergie aber nahezu heilen und sollte daher nicht unversucht bleiben.

Natürliche Mittel

Homöopathie und Phytotherapie sind in fast aller Munde und werden mittlerweile erfolgreich gegen eine Vielzahl gesundheitlicher Probleme eingesetzt.
Auch bei der Hundeallergie können sie für Linderung sorgen und ähnlich der Hyposensibilisierung die Symptome fast vollständig ausschalten.
Wie diese Mittel funktionieren und worauf bei ihrem Einsatz geachtet werden muss, lässt sich in dem Ratgeber “Hundeallergie” von Daniel Pesch nachlesen.

Ganzheitliche Heilmethoden

Traditionelle Chinesische Medizin, Akupressur, Akupunktur, Bachblüten und Eigenblut – auf der Seite der ganzheitlichen Heilmethoden finden sich zahlreiche Möglichkeiten. Welche die passende Therapie für die individuelle Hundeallergie ist, kann nur durch erfahrene Therapeuten entschieden werden.
Ziel dieser Therapien ist es, das Immunsystem zu stärken und den Körper in Balance zu bringen. Der Organismus soll sich also mehr oder minder selbst von der Überreaktion befreien und heilen.
Welche Möglichkeiten sich bei einer Hundeallergie anbieten, welche Kosten von den Krankenkassen und getragen werden und was sich bei welcher Stärke als erfolgreich erweist, findet sich im “Hundeallergie” eBook.

Stärkung des Immunsystems

Ist das Immunsystem geschwächt, können die Symptome einer Hundeallergie schwerere Verläufe annehmen. Aus diesem Grund und um weitere Allergien zu verhindern, ist eine Stärkung des Immunsystems empfehlenswert.
Die simpelste und zugleich für manche schwierigste Maßnahme hierfür ist ein rundum gesunder Lebensstil. Und zwar mit all den Faktoren, die so häufig zitiert werden.
Dazu zählen:

  • Vollwertige, gesunde und frische Kost bevorzugen
  • Fertigprodukte vermeiden
  • Viel Bewegung an frischer Luft
  • Ausreichend Schlaf und Entspannung
  • Der Verzicht auf Suchtmittel, wie Alkohol und Nikotin

Gesunde Ernährung – starkes Immunsystem

Eine durchdachte und ausgewogene vegetarische oder sogar vegane Ernährung kann die Gesundheit fördern und allergische Symptome reduzieren. Tierische Produkte radikal vom Speiseplan zu streichen, ohne für einen ausreichenden Ersatz der notwendigen Nährstoffe zu sorgen, kann das Risiko für Allergien wiederum erhöhen.
Treten die Hundeallergie Anzeichen auf, können sie durch die erhöhte Zufuhr von Vitamin C und Zink gelindert werden. Denn diese beiden Stoffe wirken sich positiv auf Entzündungen aus. Es hat allerdings keinen Sinn, Vitamine und Mineralien nur in Form von Tabletten und Kapseln auf den Tisch zu bringen. Denn damit diese ihre Wirkung entfalten können, ist eine Vielzahl von Nebenstoffen in der richtigen Form und Zusammensetzung erforderlich. Und diese findet sich nun einmal nur in frischen Zutaten, vor allem in Obst und Gemüse.

Wissenswertes zu den Rollen der Ernährung und Entgiftung findet sich wieder in dem umfassenden “Hundeallergie” Ratgeber.

An Keime gewöhnen

Ein desinfizierender Sprühstoß hier, ein Wisch mit dem aggressiven Reinigungsmittel da – Keimfreiheit wird längst nicht mehr nur im Krankenhaus groß geschrieben, sondern auch in vielen Wohnzimmern.
Der Einsatz von chemischen Putzmitteln ist aber, wie oben bereits beschrieben, meist gefährlicher als die Keime, die dabei beseitigt werden. Denn die Chemikalien schwächen das Immunsystem.
Übermäßige Sauberkeit ist allerdings noch aus einem weiteren Grund abträglich für die Gesundheit und allergiefördernd. Hat der Körper schon von Kinderbeinen an keine Gelegenheit, sich an eine “normale” Keimbelastung zu gewöhnen, wird er schneller bei eigentlich harmlosen Stoffen überreagieren. Anstatt Viren und Bakterien zu bekämpfen, werden also Eiweiße aus der Haut und des Speichels angegriffen. Oder auch Pollen.
Die beste Vorbeugung gegen eine Hundeallergie ist demnach eine normale Sauberkeit. Kinder und auch Erwachsene dürfen ruhig mal schmutzig werden. Seifen müssen im Haushalt nicht antibakteriell sein. Und sofern keine ansteckenden Krankheiten vorliegen, muss kein keimabtötender Hygienespüler benutzt werden. Wer der Werbung allzu sehr Glauben schenkt und Desinfektion zu einem festen Bestandteil des Putzens macht, tut damit weder sich selbst noch den Kindern einen Gefallen.
Besser ist es, den Körper immer wieder geringen Konzentrationen von Keimen auszusetzen. Beispielsweise durch Spaziergänge, Sport und Spiele an der frischen Luft, Gartenarbeit und Kontakt zu Tieren.
Interesse an weiteren Erklärungen und Wissenswertem? Das eBook “Hundeallergie” liefert sie ganz unterhaltsam und gut verständlich.

Infektionen aushalten

Erkältung im Anmarsch? Dann aber schnell ran mit abschwellenden Nasensprays, keimabtötenden Mundspülungen und Antibiotika. Und das, obwohl Letztere gar nicht gegen Erkältungen helfen. Schon beim ersten Kratzen im Hals fahren viele eine ganze Batterie von Medikamenten auf. Nicht nur bei sich selbst, sondern auch und oft vor allem bei Kindern.
Dabei sind es genau diese kleinen und im Normalfall harmlosen Infektionen, die das Immunsystem trainieren und dafür sorgen, dass geeignete Antikörper gebildet werden. Gerade Erkältungen sind also eine gute und langfristig stärkende Trainingseinheit für den Körper.
Wenn sie sich auch fürchterlich anfühlen können und erst einmal schwächen.
Das heißt nun nicht, dass der Körper nicht unterstützt werden darf, wenn er krank ist. Viel Schlaf, viel Trinken, Kräuter und andere Hausmittel geben Kraft und beschleunigen die körpereigene Heilung. Der Griff zu Medikamenten sollte erst dann erfolgen, wenn es sich wirklich nicht vermeiden lässt.
Dadurch lernt die körpereigene Abwehr sich selbst zur Wehr zu setzen und ist weniger anfällig für Allergien.

Welche Rolle spielt die Psyche?

Kann jemand Hunde ohnehin nicht leiden, kann schon der Anblick eines Fotos oder eines vermeintlichen Hundehaares zu allergischen Reaktionen führen. Also selbst dann, wenn gar kein Kontakt zu den Allergenen besteht. Wer Hunde liebt hat in der Regel wirklich nur dann Symptome der Hundeallergie, wenn ein direkter Kontakt vorliegt.

Hier wird also offensichtlich: Die Psyche spielt eine große Rolle.

Ebenso können sich Angst, Stress und weitere negative Empfindungen nachteilig auf das Immunsystem auswirken. Und auf diese Weise, auch wenn sie gar nichts mit Hunden zu tun haben, beispielsweise eine Allergie gegen Hunde auslösen. Oder eine solche fehlgeleitete Reaktion des Immunsystems begünstigen oder verstärken.

Viele Allergiker kennen das nur zu gut, befinden sie sich in einer stressreichen Phase, fallen die Allergie Symptome stärker aus und benötigen länger um abzuklingen.
Dadurch ist eine ruhige Lebensführung mit ausreichend Entspannung gerade für Hundeallergiker wichtig, die sich nicht von ihrem Vierbeiner trennen möchten.
Da sich negativer Stress aber nicht grundlegend vermeiden lässt, sollte ein geeigneter Ausgleich gefunden werden. Das kann Meditation sein, die sich auch in Studien als äußerst wirksam erweist. Oder autogenes Training, Yoga – kurz gesagt alles, was sowohl Geist als auch Körper entspannt. Allem voran Meditation und autogenes Training zeigen positive Effekte auf Allergien.

Hundeallergie bei Kindern

Eine Hundeallergie bei Kindern wird oft sorgenvoller betrachtet als die bei Erwachsenen. Immerhin könnte eine mögliche Komplikation die Entwicklung von allergischem Asthma sein.
Dennoch muss sich niemand bei gelegentlichem Niesen und Husten vom Familienhund trennen. Und der Nachwuchs muss auch nicht in eine sterile Blase gepackt werden.
Allerdings sollte darauf geachtet werden, dass der Hund sich nicht im Kinderzimmer und schon gar nicht im Bett des Kindes aufhält.
Das Spielen mit dem Hund sollte nach draußen verlegt, die Kleidung danach gewechselt, Gesicht und Hände gewaschen werden. Ablecken ist tabu.

Werden dazu noch die oben beschriebenen Tipps zur Reinigung eingehalten, wird es bei einer leichten Hundeallergie keine Probleme geben. Das Besondere bei Hundeallergien während der Kindheit ist außerdem, dass diese sich mehr oder minder verwachsen können.


Während der Kindheit unter einer Allergie zu leiden heißt also nicht, dass diese bis ins Erwachsenenalter bestehen wird. Das Immunsystem ist während junger Jahre noch besser formbar, weswegen die Hyposensibilisierung auf ganz natürlichem Wege erfolgen kann. Auch aus diesem Grund ist es mehr als sinnvoll, den Kontakt zu Hunden nicht vollständig zu meiden.

Nur wenn sich die Hundeallergie Symptome deutlich verstärken, sollten nach ärztlicher Absprache entsprechende Behandlungen – wie beispielsweise eine kontrollierte Hyposensibilisierung – in Erwägung gezogen werden. Auch dann müssen Kind und Hund aber nicht voneinander getrennt werden.

Hundewunsch trotz Hundeallergie

Wer eine Hundeallergie hat, sein Leben aber dennoch mit einem treuen Vierbeiner teilen möchte, kann den Wunsch mit ein wenig Vorsicht erfüllen.

  • Hunderassen für Allergiker haaren weniger und lösen daher in vielen Fällen gar keine Hundeallergie Symptome aus. Diese Rassen sollten also bevorzugt werden.
  • Eine Hundeallergie gegen eine bestimmte Rasse oder einen bestimmten Hund zeigt sich nicht beim ersten Kontakt. Erst bei mehrmaligen und längeren Besuchen fallen Symptome auf. Einen Hund anzuschauen und gleich mitzunehmen sollte bei einer Hundeallergie also keinesfalls erfolgen.
  • Menschen mit Hundeallergie müssen auf Reinheit achten. Um allergische Reaktionen nicht noch zusätzlich zu provozieren sollte das Putzen entweder nicht selbst durchgeführt werden oder aber mit Mundschutz und Handschuhen.
  • Es ist keine Seltenheit, dass Hunde im Welpenalter problemlos vertragen werden, einige Monate später aber nicht mehr. Besser ist es für Hundeallergiker daher, einen bereits ausgewachsenen Hund anzuschaffen, der auch nach mehrmaligem Kontakt keinerlei Anzeichen einer Allergie auslöst.

Erfahrungsbericht 1

Ich bin mit Hunden, Katzen, Kaninchen und Vögeln aufgewachsen. Und in jeden Ferien hieß es für mich ab, auf den Bauernhof, wo ich mehr Kontakt zu Schweinen, Kühen, Schafen und gefiederten Tieren hatte, als meinen Eltern lieb war.
Immerhin teilte ich sorglos mein Essen mit ihnen, küsste sie und wusch mir auch nicht ständig die Hände oder das Gesicht. Die Liebe zu Tieren begleitet mich also schon mein Leben lang.
Umso erschütternder war es, als ich die ersten Symptome einer Hundeallergie bei mir bemerkte.

Der erste Besuch beim Arzt

Ein einziger Test, ein einziger Ratschlag – mehr hatte der Arzt nicht für mich parat. Seine unumstößliche Empfehlung: Die Hunde müssen weg. Medikamente würden nicht langfristig wirken, eine Hyposensibilisierung ebenfalls nur eingeschränkt effektiv sein. Andere Möglichkeiten nannte er gar nicht.
Aber mich von meinen beiden treuen Begleitern zu trennen? Undenkbar! Genauso gut hätte mir der Mediziner empfehlen können, wegen einer Allergie gegen Gräser und Pollen nie wieder das Haus zu verlassen, meine Mutter zu verkaufen und meine besten Freunde nie wieder zu sehen.
Also mussten andere Lösungen her.

Alternativ und effektiv oder Scharlatanerie? – Der lange Weg zum Erfolg

Weil Hundehalter untereinander gerne reden, hatte ich schnell eine ganze Sammlung von gut gemeinten Tipps. Und weil ich bereit war, alles auszuprobieren, habe ich… nun ja… eben alles ausprobiert.
Erste Linderung brachte ein Wechsel des Staubsaugers und häufigere Reinigung. Ich verabschiedete mich von den Teppichen, die ich ohnehin immer ewig absaugen musste und tauschte meinen alten Haaraufwirbler gegen einen schicken Miele S8 Cat & Dog Staubsauger. Damit wurden die Hundeallergie Symptome zwar schon weniger, so richtig wollten sie sich aber nicht verabschieden.
Als nächstes kam Homöopathie an die Reihe. Kann ja nix schaden, dachte ich mir. Weg waren die lästigen Anzeichen meiner Hundeallergie erst beim dritten verschriebenen Mittel. Aber nur solange ich immer wieder Globuli auf der Zunge zergehen ließ. An sich ist das ja nicht schlecht. Vollkommen zufrieden war ich damit allerdings nicht. Und weil ich zu diesem Zeitpunkt schon so ziemlich alles andere probiert hatte, entschied ich mich zu zwei letzten mehr oder minder verzweifelten Versuchen: Meditation und autogenes Training.
Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich Meditation für Scharlatanerie gehalten. Mal ehrlich: Was soll es schon bringen, mit geschlossenen Augen rumzusitzen? Von autogenem Training hatte ich sogar noch nicht einmal etwas gehört. Meine Lehrer und Trainer wirkten dann zum Glück bei weitem nicht so abgehoben, wie ich es erwartet hatte. Und auch das Training war mehr Arbeit als faules Rumsitzen.
Wie es nun einmal so ist, brachte natürlich das Letzte, was ich ausprobierte, den gewünschten Erfolg.
Zwar dauerte es einige Monate aber das autogene Training befreite mich tatsächlich von der Hundeallergie. Obwohl ich umgeben von Tieren aufwuchs und mich keinesfalls von meinen Hunden trennen wollte, hatte mir meine Psyche übel mitgespielt. Schlafmangel, Stress, Probleme auf der Arbeit – all das, so scheint es, hatte mein Immunsystem geschwächt. Und sich durch die Allergie gegen Hunde Gehör verschafft.
Meine Empfehlung für alle, die sich in der gleichen Situation finden? Nicht aufgeben! Es gibt viele Möglichkeiten und es gibt eine Lösung. Vielleicht verschwindet die Hundeallergie nie vollkommen oder es dauert lange bis das passende Mittel oder die richtige Maßnahme gefunden ist. Das ist aber allemal besser, als in der Gewissheit zu leben, ein Familienmitglied “abgeschafft” zu haben. Auch wenn es Fell trägt.

Erfahrungsbericht 2

Im Dreck zu spielen, darüber habe ich mir als Kind nie Gedanken gemacht. Aber als Mutter sieht das eben alles ganz anders aus. Da dachte ich an Würmer, Schimmelpilze, Viren und Bakterien, sobald meine Tochter Sandkästen und Erde nur allzu intensiv ansah. Von den Hinterlassenschaften größerer Tiere ganz zu schweigen.
Und zuhause habe ich es auch nicht anders gehalten. Meine Handseifen waren antibakteriell und trugen die beruhigende “tötet 99,9% aller Viren und Bakterien ab”-Aufschrift.
Zu jeder Wäsche gab es Hygienespüler. Desinfektionsmittel verbrauchte ich in großen Mengen. Auf dem frisch gesaugten, frisch gewischten Boden rumrutschen kam für meine Kleine trotzdem nicht in Frage. Immerhin könnten da ja schon wieder Hundehaare liegen.
Nie hätte ich gedacht, dass ich damit Schaden anrichten kann. Bis er dann da war.

Gut gemeint und trotzdem falsch

Meine Tochter war gerade erst drei, als mir immer wieder ihre rot geränderten Augen auffielen. Häufige, leichte Erkältungen – dachte ich. Die sind bei Kindern ja nun nicht gerade selten.
Erst nach Wochen beschlich mich so langsam der Gedanke, Husten, Niesen und die tränenden Augen könnten Hundeallergie Symptome sein. Und tatsächlich, hatte sie keinen Kontakt zu unserem Hund, schniefte sie auch nicht.


Ganz offen: Panik war noch untertrieben. Mein Hund war damals bereits seit 12 Jahren an meiner Seite. Er war da, lange bevor ich meinen Mann kennenlernte. Ihn abzuschieben, wegzugeben oder auch nur getrennt von meiner Kleinen zu halten – das wollte und konnte ich nicht akzeptieren. Die Gesundheit meiner Tochter wollte ich aber natürlich auch nicht aufs Spiel setzen.

Die Angst, bei ihr könnte sich allergisches Asthma entwickeln, saß mir zusätzlich im Nacken. Zum Glück geriet ich an einen tollen Kinderarzt und an das Buch von Daniel Pesch. Mit deren Hilfe habe ich mich langsam von meinem Hang zu keimfreien Oberflächen und Wohnräumen verabschiedet. Mal ins Laub springen, mal im Sandkasten spielen, nicht nach jedem angefassten Baumstamm mit Desinfektionstüchern abgewischt werden – unsere Tochter hat die neuen Freiheiten sichtlich genossen.
Ja, sie hatte seither die eine oder andere Erkältung und ein paar entzündete Schrammen. Und ja, natürlich habe ich mir reichlich Sorgen gemacht. In Krankenhaus-Qualität geputzt und geschrubbt habe ich ja auch nicht allein aus Spaß an der Freude. Dass ich über meinen Schatten gesprungen bin, habe ich aber trotzdem nicht bereut.
Heute, fast vier Jahre später, kann meine Kleine mit jedem Hund kuscheln – sie ist und bleibt frei von den alten Hundeallergie Symptomen. Und mein alter Hundeherr? Der genießt Streicheleinheiten und seinen Thron auf der Couch.

Erfahrungsbericht 3

Als ich meine Traumfrau endlich gefunden hatte, habe ich nur auf ein unlösbares Problem gewartet. Irgendwas ist ja immer. Und natürlich tauchte das dann auch auf.
In Form ihres Chihuahua-Mops-Mischlings. So klein Ella auch ist, sie schaffte es trotzdem mich in ein niesendes Häufchen Elend zu verwandeln.

Und mit gerade einmal zwei Jahren war nun nicht zu erwarten, dass sie bald das Zeitliche segnet. Die alles entscheidende “Sie oder ich?”-Frage konnte ich mir auch sparen, zwischen eine Frau und ihren Hund stellt man sich nicht erfolgreich.

Also blieb mir nur, nach einer Lösung zu suchen. Zum Glück habe ich eine tolle Freundin, die das Problem ebenso sehr und schnell lösen wollte, wie ich. Eine kleine Investition und die Lektüre von Daniel Peschs Buch später kann mich Ella zwar immer noch nicht zur Begrüßung ablecken, aber gemeinsame Spaziergänge und nebeneinander auf der Couch zu sitzen schaffen wir schon. Dafür muss ich Spritzen und sie häufiges Baden in Kauf nehmen – aber um uns nicht von ihrer Dosenöffnerin trennen zu müssen, machen wir das beide gern mit.
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